Geschmackrichtungen: Süß

Post date: 17. November 2018

Unsere Geschmackrezeptoren nehmen 6 Geschmackrichtungen auf um uns über die Inhaltstoffe des Essen zu berichten.  Süß, sauer, salzig, bitter, umami und oleogustus (fett). Was wollen sie uns kommunizieren?

Der süße Geschmack gehört in der Natur  dem reifen Obst und dem Honig und weniger ausgeprägt dem Gemüse und anderen Produkten, die kleine Mengen von Glukose-Fruktose-Galaktose-Maltose Molekülen sowie von gewissen Aminosäuren enthalten. Süßer Geschmack bedeutete jahrhundertelang für den Körper in der Natur:

  • schnell verfügbare Energie für alle Zellen insbesondere für das Gehirn
  • dass das Produkt höchstwahrscheinlich nicht giftig ist (natürliche Gifte sind meistens bitter)
  • die Reife und Güte von Obst und Gemüse, d.h. Reichtum an den wertvollen Makro- und Mikronutrienten

Genau deswegen sind die Süßigkeiten so attraktiv für die Kinder, die sich zum Überleben mehr auf die Geschmackwahrnehmung verlassen mussten als auf die Erfahrung. Genau deswegen ist es für die Eltern wichtig, nur gute Süße Sachen dem Kind zu geben.

Industrieller Zucker hat einen großen Nachteil zu Obst, Honig, Agavensirup und Co.: er enthält null Mineralstoffe, Vitamine bzw. weitere Nährstoffe. Er wird von den Lebensproduzenten genutzt um die tatsächliche nährstoffarme Natur der Produkte zu verstecken. Zucker spendet Energie pur, aber keine wichtigen Baumaterialien für unsere Zellen oder essentielle Stoffe für lebenswichtige Prozesse. Darüber hinaus, gewöhnt sich der Mensch an den alltäglichen Geschmackprofil, und ihm fehlt schon was bei dem natürlichen Essen, genauso wie es bei zu viel Salz oder beim Glutamat der Fall ist. Der Mensch passt sich den umständen super an, und was die moderne Nahrungsmittelindustrie anbetrifft ist es für uns eher schlecht als gut…

Noch schlimmer sind die Süßungsmittel: sie versprechen zwar Energie und dann geben sie nichts. Sie dienen keinem anderen Zweck außer der Täuschung der Geschmackrezeptoren, belasten die Leber und lenken sie von ihren zahlreichen aufgaben ab wie gerade Blutzuckerspiegel zu regulieren sowie die Fettsäuren, Hormonhaushalt zu steuern und Entgiftung durchzuführen. Es ist genau so sinnvoll Süßungsmittel zu nehmen wie eine Zeitung zu lesen, die 100% lügt – sie verschwendet Deine Kraft und fördert falsche Entscheidungen bei den Investitionen!

Fazit:

  • Begrenze den Zuckerkonsum, bis reifes Obst oder einfacher Kräutertee Dir schmeckt;
  • Wenn Du Süßes brauchst (z.B. erhöhte Leistung des Gehirns ist notwendig), nimm etwas mit anderen essentiellen Inhaltstoffen: Beeren, Zuckerrübensirup etc.
  • Wenn es darum geht: falsche Entscheidung aufgrund der schlechten Laune vs. Zucker – nimm lieber Zucker als kleinere Übel strategisch gesehen;
  • Vermeide Süßungsmittel, wähle ehrliches Geschmack. Wenn es ohne Zucker ist, ist es auch ok nicht süß zu schmecken!

Genug Glukose ist unglaublich wichtig für unser Gehirn, insbesondere für den präfrontalen Cortex, der für komplexe Entscheidungen, Stimmungskontrolle, also für Vernunft verantwortlich ist. Haben wir zu wenig Zucker im Blut, so wird es daran als Erstes gespart, um für die Überlebenswichtige Prozesse wie Organfunktion Energie da zu lassen. Nicht nur Hunger, sondern Infektionskrankheiten oder PMS nehmen Zucker dem Gehirn weg. Daher ist die Gefahr, einem Mitmenschen umsonst weh zu tun oder eine falsche Entscheidung zu treffen beim niedrigen Blutzucker höher. Um diesen Effekt zu vermeiden:

  • achte auf die Leber: sie sorgt im gesunden Zustand dafür, dass wir genug Vorrat haben und ihn dosiert ausgeben;
  • trinke genug Wasser, insbesondere warmes Wasser morgens: flüssiges Blut kann viel besser die Inhaltstoffe an die Zellen liefern!
  • esse regelmäßig (so wie es für dein Metabolismus passt), also wenn Du Hunger hast, aber nicht mehr als notwendig und eher natürliche Produkte mit genug Fett um die Insulinproduktion nicht verrückt zu machen;
  • beim akuten Hunger kann tiefes Atmen/Spaziergang in die frische Luft, eine Siegerposition (sich breit machen) hilft auch;
  • versuche zu verstehen: womit ist Verlangen nach Zucker verbunden – ist es wirklich Blutzuckermangel wegen einer extrem schwerer Aufgabe für die Logik, Entscheidung oder Emotionskontrolle bzw. wegen Kampf gegen Infektionskrankheiten? Oder geht es einfach um die Belohnung? Viele von uns sind schon als Kinder konditioniert Süßigkeiten für das richtige Verhalten zu kriegen und daher versucht man mit dem Zucker emotionale Bedürfnisse zu befriedigen. Solche versteckten Muster kann man im „Body Talk“ überprüfen

 

*Diese Ratschläge beziehen sich allerdings auf grundsätzlich gesunde Menschen. Beim Diabetes oder anderen mit Zucker verbundenen Krankheiten kann ich nicht mitreden.

 

 







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